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E-Learning - Babbel kippt Werbefinanzierung
Internet-Lerninhalte ohne Bezahlmodell nicht finanzierbar
Das Internet gewinnt als Medium zur Vermittlung von Lerninhalten zunehmend an Bedeutung. Bestes Beispiel für die anwachsende Nachfrage nach derartigen Online-Diensten ist das Berliner Sprachlern-Portal Babbel http://de.babbel.com, das heute, Dienstag, in der neuen 2.0-Version startet. "Mit der neuen Produktversion verabschieden wir uns vom so genannten 'Freemium-Konzept', bei dem ein Teil der angebotenen Inhalte durch Werbefinanzierung kostenlos nutzbar war und setzen stattdessen auf ein Geschäftsmodell für Bezahlinhalte", erklärt Markus Witte, Gründer und Geschäftsführer der Betreiberfirma Lesson Nine, im Gespräch mit pressetext.
Aus Sicht des Babbel-Betreibers sei die Umstellung auf "Paid Content" unumgänglich geworden. "Wir glauben definitiv nicht mehr daran, dass Lerninhalte im Internet sich allein mit Werbung finanzieren lassen. Nur so ist es uns zudem möglich, unser Produkt auf den Lernnutzen optimieren zu können ohne laufend auf die ideale Platzierung von Werbung Rücksicht nehmen zu müssen", begründet Witte die Entscheidung.
Natürlich gehe mit diesem Schritt auch ein gewisses Risiko einher, dass einige der insgesamt 500.000 weltweiten Kunden abspringen könnten. "Das Bezahlen ist für viele Internetnutzer noch immer ein Tabu. Ich glaube aber daran, dass wir in dieser Hinsicht vor einer großen Veränderung stehen, denn je mehr das Internet Teil unseres Lebens wird und wir wichtige Bedürfnisse darüber erfüllen, desto eher werden wir Wert auf Qualität und professionelle Aufbereitung legen", ist Witte überzeugt.
Große Investoren haben Marktpotenzial erkannt
Dass der Markt für Fernlernprozesse im Web in letzter Zeit einen regelrechten Boom erlebt, zeige auch die stark gestiegene Anzahl der Anbieter in diesem Sektor. "Die wachsende Nachfrage nach solchen Services ist bei den Investoren großer Unternehmen nicht unbemerkt geblieben. Diese haben mittlerweile das riesige Potenzial des Internet-Lernmarktes erkannt und versuchen selbst einen Fuß in die Tür zu bekommen", stellt Witte fest. Für kleinere Anbieter mit relativ geringern finanziellen Mitteln verschärfe sich die Konkurrenzsituation dadurch zusehends.
Entwicklung noch am Anfang
Insgesamt gesehen sei die Entwicklung im boomenden Markt für sogenanntes "E-Learning" im Web aber noch eher am Anfang. "Mit der rasant gestiegenen Internetnutzung sind Internet-Lernangebote zwar auf einen reiferen technologischen Sockel gesetzt worden. Das möglichst User-freundliche und effiziente Vermitteln von Lerninhalten im Netz ist aber eine riesige Aufgabe, für die wir gerade erst die wichtige Pionierarbeit leisten", erläutert Witte.
Der Portalbetreiber geht davon aus, dass sich Fernlernprozesse über kurz oder lang vollständig ins Web verlagern werden. "Wir sind fest überzeugt, dass das Lernen im Internet sehr gut funktioniert. Unser Ziel ist es aber nicht, den Lernprozess in einer direkten Face-to-Fce-Situation zu ersetzen. Wir wollen den Nutzern lediglich durch Wiederholung und Vertiefung ein ergänzendes Angebot bieten, das sie beim Erlernen von Sprachen unterstützt", so Witte abschließend
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