tasteMINT – Anforderungssimulationen für Schülerinnen
Mit tasteMINT erhalten Abiturientinnen an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule die Möglichkeit, ihre Potenziale für den sog. MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu erproben.
An drei Tagen durchlaufen die Teilnehmerinnen einzeln und im Team bestimmte Anforderungssimulationen, die für das Studium und den späteren Beruf im MINT-Bereich typisch sind. Dabei werden sie von fachkundigen Beobachterinnen und Beobachtern begleitet, die ihnen im Anschluss ein individuelles Feedback und eine Beratung geben, basierend auf klaren, transparenten Eignungskriterien. Es geht dabei nicht nur um vorhandenes Wissen, sondern vor allem auch um Herangehensweisen und Haltungen: Wie gehe ich an eine Problemlösung heran, wenn ich nicht alle Fakten weiß? Wann brauche ich ein Team, wann ist meine Einzelleistung gefragt? Wie genau, wie systematisch, wie effizient arbeite ich? Wie kann ich mich einbringen und/oder durchsetzen, wenn außer mir weit und breit kaum Frauen in meinem Studienfach sind? Ein begleitendes Rahmenprogramm informiert über das Studium und spätere Berufsmöglichkeiten. Dazu gehört auch die Einschätzung, ob eine Universität oder Fachhochschule geeigneter sein könnte. Am Ende des Verfahrens bekommt jede Teilnehmerin eine schriftliche Dokumentation ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur persönlichen Weiterverwendung, z.B. bei Bewerbungen an verschiedenen Hochschulen.
Seit Anfang 2009 bieten zunächst vier Hochschulen (RWTH Aachen, die FU Berlin, dieTU Dresden, HAW Hamburg) allen interessierten Abiturientinnen mit allgemeiner und
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fachlicher Hochschulreife die Teilnahme an diesem dreitägigen Potenzial-Assessment-Verfahren an. Ab 2010 soll das Verfahren auf weitere Universitäten und Fachhochschulen ausgeweitet werden.
Hintergrund
Die Unterrepräsentanz von Frauen im MINT-Bereich, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und den technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtungen, macht deutlich, dass es bislang nicht in ausreichendem Maße gelungen ist, die Zielgruppe Frauen für diese Studiengänge zu gewinnen. Demgegenüber stehen junge Frauen, mit guten bis sehr guten Voraussetzungen um ein Studium im MINT-Bereich erfolgreich zu bewältigen, sich dies aber aus einer Vielzahl von Gründen nicht zutrauen, beziehungsweise diese Studienrichtungen aus Unkenntnis über deren Inhalte und spätere Berufsmöglichkeiten nicht wählen. tasteMINT setzt genau hier an: Es wird ein Prototyp für ein Assessment-Verfahren im Übergang vom System Schule in das System Hochschule für die MINT-Fächer entwickelt, mit dem die Hochschulen gezielt Frauen auf diese Fächer aufmerksam machen können. Gleichzeitig ist das Verfahren durch den Dialog über Selbst- und Fremdeinschätzung zwischen Beobachter/innen und Probandinnen in der Lage, Veränderungen im Selbstkonzept zu bewirken und kompetente, aber in ihrer Entscheidung noch unsichere junge Frauen zur Wahl eines MINT-Studienfaches zu ermutigen.
http://www.tastemint.de/
http://www.taste-for-girls.de/
http://www.mintzukunft.de/
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